Fünf Vokale, immer gleich
a, i, u, e, o, recht ähnlich wie im Deutschen. Am stärksten weicht das u ab, das ohne gerundete Lippen gesprochen wird. Sie ändern ihren Klang nicht je nach Wort, auch nicht, wenn sie lang sind.
話す · hanasu
Man kann einen ganzen Kurs abschließen, ohne einen einzigen Satz laut gesagt zu haben. Hier nicht: jeder Satz wird gehört und ins Mikrofon wiederholt, und der Browser sagt dir, ob du angekommen bist oder knapp daneben lagst.
Den Satz hören, ihn sagen und gesagt bekommen, ob du ihn richtig gesagt hast.
Die japanische Aussprache gehört für Deutschsprachige zu den zugänglicheren. Fünf Vokale, die den deutschen nahekommen, ohne Umlaute, ohne lange und kurze Vokale, die dabei ihre Klangfarbe wechseln wie in «Miete» und «Mitte», und kaum Laute, für die man den Mund auf ganz neue Weise formen müsste.
Anders ist dagegen der Rhythmus. Japanisch wird in gleich langen Takten gemessen: jede Silbe dauert gleich lang, auch das ん und der Doppelkonsonant, die jeweils als ganzer Takt zählen, obwohl sie nicht wie eigene Silben klingen. Deshalb hat «Nihon» drei Takte und nicht zwei.
Und es gibt einen Akzent, aber keinen Druckakzent, sondern einen Tonhöhenakzent: das Wort steigt oder fällt. Man muss ihn nicht beherrschen, um verstanden zu werden, aber man sollte ihn von Anfang an hören, um sich keine flache Betonung anzugewöhnen, die man später schwer wieder loswird.
Nichts davon lernt man durch Lesen. Man lernt es, indem man den Satz hört und ihn sagt, und genau diesen Kreislauf baut dieser Kurs auf.
Was man wissen sollte, bevor man zum ersten Mal den Mund aufmacht.
a, i, u, e, o, recht ähnlich wie im Deutschen. Am stärksten weicht das u ab, das ohne gerundete Lippen gesprochen wird. Sie ändern ihren Klang nicht je nach Wort, auch nicht, wenn sie lang sind.
Jede Silbe nimmt einen Takt ein, und lange Vokale nehmen zwei. Einen Vokal nicht lang genug zu halten ändert das Wort: es gibt Paare, die sich nur dadurch unterscheiden.
Das kleine っ klingt nicht: es unterbricht und verdoppelt den folgenden Konsonanten. Diese Pause nimmt ihren Takt ein, und nichts verrät einen Anfänger so sehr, wie sie zu überspringen.
Keine Silbe wird stärker betont: die Stimme steigt oder fällt. Er ist von Region zu Region verschieden, man muss sich also nicht verrückt machen, sollte aber nachahmen, was man hört.
Vier Schritte, und die Reihenfolge zählt: erst hören, dann sagen und erst zum Schluss schreiben.
Der Satz erklingt mit der japanischen Stimme des Geräts, und für lange Sätze gibt es eine zweite, langsamere Geschwindigkeit. Im Hörquiz hört man ihn, ohne den Text zu sehen, und wählt die Bedeutung.
Man tippt auf das Mikrofon und wiederholt. Die Spracherkennung des Browsers schreibt mit, was du gesagt hast, und vergleicht es mit dem Satz: heraus kommt «perfekt», «fast» oder «noch einmal».
Und zum Schluss wird getippt, in Romaji oder auf Japanisch, wenn du eine Tastatur dafür hast. Ihn zu schreiben beweist, dass der Satz vollständig sitzt und nicht nur halb erkannt wird.
Wenn du die Aktivität abschließt, kommen ihre Sätze in die verteilte Wiederholung und tauchen Tage später wieder auf, damit sie nicht verloren gehen.
Die Spracherkennung stellt der Browser, nicht Hanasuka, und das bedeutet, dass das Audio zur Transkription an die Server des Herstellers geschickt wird (Google bei Chrome, Apple bei Safari). Das steht hier und in der Datenschutzerklärung, weil man gerade das sagen muss, womit niemand rechnet. Wenn du sie lieber nicht benutzt, funktioniert der Rest des Kurses genauso.
Japanisch wird nicht wie das Deutsche in Silben gemessen, sondern in Moren: Zeiteinheiten, die alle gleich lang dauern. Jedes normale Kana ist eine More, und ebenso das ん, das kleine っ und die zweite Hälfte eines langen Vokals. Deshalb hat 日本 (にほん) drei Takte und 東京 (とうきょう) vier, obwohl wir im Deutschen jeweils zwei Silben zählen würden. Zusammengesetzte Silben wie きょ nehmen nur eine ein, weil das kleine ょ nicht eigens zählt. Eine gute Übung am Anfang ist, pro More einmal zu klatschen.
Diesen Rhythmus einzuhalten ist kein Detail des Akzents: es verändert die Wörter. ビル ist «Gebäude» und ビール «Bier»; おばさん ist «Tante» und おばあさん «Großmutter»; きて ist «komm» und きって «Briefmarke». Die Vokallänge fällt Deutschsprachigen leichter als vielen anderen, weil das Deutsche sie kennt (Staat und Stadt); schwerer ist die Pause des っ, denn ein doppelter Konsonant wird im Deutschen nicht länger gesprochen, und das Ohr überhört ihn. Die Lösung ist, beides beim Üben zu übertreiben, bis die richtige Dauer ohne Nachdenken kommt, und Paare wie diese so lange anzuhören, bis man den Unterschied hört.
Im Standardjapanischen werden i und u stimmlos, wenn sie zwischen stimmlosen Konsonanten stehen oder am Satzende nach einem davon: sie nehmen weiter ihren Takt ein, sind aber kaum zu hören. です klingt wie «des» und ます wie «mas»; すき (mögen) hört sich an wie «ski» und した (unten) wie «shta». So schreibt es niemand, aber so spricht man es, und wer «de-su» mit vollem u sagt, klingt nach Lehrbuch. Das gehört zu dem, was die Aussprache am meisten an die von Muttersprachlern heranbringt.
Man sollte es nicht übertreiben, denn es ist keine feste Regel: es schwankt mit der Region, dem Tempo und jedem Sprecher, und bei langsamer oder nachdrücklicher Sprache klingt der Vokal wieder. Man lernt es nicht, indem man auswendig lernt, wo jeder Vokal verstummt, sondern indem man nachahmt, was man hört. Deshalb sollte man die Sätze hören, bevor man sie in Romaji liest, das genau dazu verleitet, alle Buchstaben auszusprechen, und mehr auf den Rhythmus der normalen Geschwindigkeit achten als auf den der langsamen.
Das Japanische hebt eine Silbe nicht durch mehr Kraft hervor wie das Deutsche, sondern durch die Tonhöhe der Stimme: jedes Wort hat ein Muster aus Anstiegen und Abfällen. Im Japanisch von Tōkyō beginnt 箸 (はし, Essstäbchen) hoch und fällt, während 橋 (はし, Brücke) tief beginnt und steigt, und der Unterschied ist auch an der folgenden Partikel zu hören. 雨 (あめ, Regen) fällt nach der ersten More. Manche Paare unterscheiden sich nur so, auch wenn der Kontext in der Praxis fast immer Klarheit schafft.
Für Anfänger lautet die Empfehlung: sich weder verrückt machen noch es ignorieren. Man muss nicht das Muster jedes Wortes lernen, um verstanden zu werden, aber nichts verrät einen ausländischen Akzent so sehr, wie alles mit flachem Ton zu sagen oder mit dem Druckakzent des Deutschen. Was funktioniert, ist, ganze Sätze mit ihrer Melodie nachzuahmen statt einzelner Wörter. Und man sollte wissen, dass die Stimme der App die des Geräts ist: ihre Intonation ist meist gut, aber nicht immer perfekt.
Die Spracherkennung wandelt, was du sagst, in Text um, und die App vergleicht ihn mit dem Satz. Damit es gut funktioniert: ein ruhiger Ort, das Mikrofon nah, und der Satz vollständig gesagt, in normalem Tempo und ohne die Silben zu trennen, denn die Erkennung ist für natürliche Sprache gemacht und nicht für ein Diktat Silbe für Silbe. Wenn sie mehrmals hintereinander «noch einmal» antwortet, sollte man den Satz erneut anhören, bevor man ihn wiederholt. Und der Browser braucht die Berechtigung, das Mikrofon zu benutzen, die man normalerweise nur einmal erteilt.
Man sollte wissen, was sie misst und was nicht. Die Erkennung sucht die wahrscheinlichsten Wörter für das, was sie gehört hat, und korrigiert manchmal von sich aus eine unvollkommene Aussprache, also bedeutet ein «perfekt», dass du verstanden wurdest, nicht, dass der Akzent perfekt ist. Umgekehrt können ein Geräusch oder ein seltenes Wort ein ungerechtes «fast» ergeben. Sie ist ein Werkzeug, um die Scheu vor dem Satz zu verlieren und zu prüfen, dass er verstanden wird, keine Ausspracheprüfung. Und die Erkennung macht der Browser, nicht Hanasuka.
Drei Übungen pro Lektion, in der Reihenfolge des Kreislaufs oben.
Sätze der Lektion, laut wiederholt und mit dem verglichen, was verstanden wurde. Das «fast» zählt weder als richtig noch als falsch: es ist keins von beiden.
Der Satz erklingt, ohne dass man ihn geschrieben sieht, und man muss wählen — oder schreiben —, was er bedeutet. Das kommt dem echten Verstehen eines Menschen am nächsten.
Man tippt den Satz in Romaji oder auf Japanisch. Akzeptiert wird, was zeigt, dass du ihn kannst: der Satz mit Kanji, in Kana oder in Romaji.
Eher nicht: das Japanische hat weniger Laute als das Deutsche, die fünf Vokale kommen den deutschen nahe, und kaum ein Laut verlangt eine neue Mundstellung. Woran man arbeiten muss, ist der Rhythmus, denn alle Silben dauern gleich lang, und ein paar Einzelheiten wie das r.
Indem man Sätze laut wiederholt und überprüft, was man gesagt hat. Mit der Spracherkennung des Browsers geht das: du sagst den Satz, er wird mitgeschrieben und mit dem Original verglichen. Das ersetzt kein Gespräch, aber es bricht die Hemmung, etwas zum ersten Mal zu sagen.
Man braucht einen Browser mit Spracherkennung — Chrome und Safari haben sie — und muss den Zugriff auf das Mikrofon erlauben. Installieren muss man nichts. Wenn du es nicht benutzen willst, funktioniert der Rest des Kurses genauso: Hören, Schreiben und die Quiz brauchen kein Mikrofon.
An den Hersteller deines Browsers, der die Transkription macht: Google bei Chrome, Apple bei Safari. Hanasuka speichert das Audio nicht und schickt es nirgendwo anders hin, und es erhält nur den Text, den der Browser zurückgibt. Das steht in der Datenschutzerklärung.
Wie das einfache r im Spanischen, etwa in «pero» oder «cara»: ein kurzes Antippen der Zunge hinter den Zähnen. Es wird nie gerollt, auch nicht am Wortanfang, und manche Sprecher rücken es in die Nähe eines weichen l. Mit dem deutschen Zäpfchen-r hat es nichts zu tun, und daran muss man sich am meisten gewöhnen; ein sehr kurzes, weiches d ist ein guter Ausgangspunkt.
Wenige: das ふ, das mit fast geschlossenen Lippen gehaucht wird und nicht mit den Zähnen wie ein f; das r, das nur kurz angetippt wird; und das u, das ohne gerundete Lippen gesprochen wird. Das つ dagegen kennt das Deutsche schon, es klingt wie das z in «Zeit» — und genau deshalb Vorsicht beim Romaji: z steht dort für ein stimmhaftes s wie in «Rose» oder für ds, nicht für das deutsche z. Der Rest hat eine nahe Entsprechung, und woran man wirklich arbeiten muss, ist die Dauer der Laute, mehr als die Laute selbst.
Ja, und sehr ausgeprägte. Der von Tōkyō ist die Grundlage des Standardjapanischen, das unterrichtet wird und in den Nachrichten zu hören ist, aber der von Ōsaka und der Region Kansai hat eine andere Intonation, andere Endungen und einen anderen Tonhöhenakzent. Alle Japaner verstehen den Standard, also sollte man ihn zuerst lernen.
Weil das, was die Spracherkennung verstanden hat, dem Satz sehr ähnlich ist, aber nicht ganz übereinstimmt: ein vertauschtes Wort, eine andere Endung oder eine verlorene Silbe. Es zählt weder als richtig noch als falsch. Das kann passieren, wenn man das っ verschluckt oder einen langen Vokal verkürzt, also lohnt es sich, den Satz noch einmal zu hören und ihn in Ruhe zu wiederholen.
Fünfhundert Sätze mit Lesung, Audio und dem «wann man ihn sagt» zu jedem.
Japanisch in lateinischen Buchstaben: nützlich in der ersten Woche, ab der zweiten eine Grenze.
Das Verb am Ende, und die Partikeln haben das Sagen. Der ganze Lehrplan, Einheit für Einheit.
Man meldet sich mit Google, mit Apple oder mit E-Mail und Passwort an. Eine Kreditkarte wird nicht verlangt, denn es gibt nichts zu bezahlen.
Jetzt anfangen